(CONNECT) Im Rahmen des Projektes Design for Dignity ist ein Projekt zur Verbesserung der Lebensqualität in Gemeinschaftsunterkünften von Asylsuchenden umgesetzt worden. Das an der Hochschule der Künste Bern (HKB) der Berner Fachhochschule (BFH) angesiedelte und gemeinsam mit dem in Nidau ansässigen Praxispartner Swiss Center for Design and Health (SCDH) umgesetzte Projekt hat zu einem modularen Sicht- und Geräuschschutzsystem geführt, wie aus einer Mitteilung der BFH hervorgeht.
Der modulare Sicht- und Geräuschschutz sei eine wirkungsvolle und kostengünstige Lösung, um mehr Privatsphäre für die geflüchteten Menschen zu schaffen. Dazu sind fünf Prototypen entwickelt worden. Einer von ihnen basierte auf PET-Filzplatten und Klettverschlüssen und sei von den Testpersonen favorisiert worden. Daher ist dieser Entwurf als Pilotserie produziert und inzwischen auch erprobt worden. Die ersten Reaktionen werden als „durchwegs positiv“ beschrieben. Nach Ende einer zweimonatigen Probephase werden die Rückmeldungen ausführlich ausgewertet.
Leiterin des Projektes Design for Dignity ist die Innenarchitektin Violetta Dyka, die an der HKB Design studiert und vor Kriegsbeginn in der Ukraine Gestaltungskonzepte für Wohnungen und Cafés entwickelt hat. Sie hat eigene Fluchterfahrungen mit in ihre Entwicklung eingebracht und zudem zahlreiche Interviews mit Betroffenen geführt. „Meine Idee basiert auf Fakten und Erfahrungen“, wird sie zitiert. Design for Dignity hat sie im Rahmen ihrer Masterarbeit entwickelt. Die Berner Design Stiftung hat sie dafür im vergangenen Jahr als Newcomerin ausgezeichnet. Seit Juli 2025 wird ihr Projekt auch von der Gebert Rüf Stiftung unterstützt. ce/jh
