(CONNECT) Die Berner Fachhochschule hat am 10. September zum 19. Holzbautag Biel ins Kongresshaus eingeladen. Rund 270 Teilnehmende erhielten in 19 Referaten Einblick in aktuelle Projekte und Forschungsergebnisse. „Die Bereiche Architektur, Holz und Bau wachsen immer mehr zusammen“, so Peter Staub, Direktor des BFH-Departements Architektur, Holz und Bau.
Zu den vorgestellten Projekten gehörte gemäss einer Mitteilung das temporäre Hotel Momentum auf der Lauchernalp. Es entstand nach dem Bergsturz von Blatten VS innerhalb von 105 Arbeitstagen und sollte den betroffenen Hoteliers die Fortführung ihres Betriebs ermöglichen. Rund 80 Prozent des verbauten Holzes stammen aus der Schweiz.
Ein Schwerpunkt lag auf Bildungsbauten. Neben der Berner Volksschule Weissenbühl und der Kantonsschule Wattwil wurde der neue Campus der BFH in Biel vorgestellt. Das 340-Millionen-Franken-Projekt umfasst rund 65'000 Quadratmeter Geschossfläche und ist für 2350 Studierende und Mitarbeitende ausgelegt. Beim Holz-Hybrid-Tragwerk kann der Einsatz von Rippendecken das Holzvolumen gegenüber flächigen Holz-Beton-Verbunddecken auf bis zu 25 Prozent reduzieren. Der Campus soll 2028 bezugsbereit sein.
Weitere Beispiele zeigten etwa die Verbindung von Holzbau und einer auf die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten ausgerichteten Architektur bei der Klinik Arlesheim H4H. Beim Wohnhaus Wächselacher in Stans kommen Massivholz, Lehmputz und Holz-Beton-Verbunddecken zum Einsatz, wobei das verwendete Holz vollständig aus dem Kanton stammt. Und beim Quartierhaus Plaines-du-Loup in Lausanne wurden unter anderem Stampflehm, Holzrahmen mit Hanflehmfüllung und Hanfkalk verwendet.
Am Nachmittag standen Aufstockungen und Erweiterungen bestehender Gebäude sowie wegweisende Holzbauprojekte aus Skandinavien im Mittelpunkt. Begleitet wurde die Tagung von einer Fachausstellung mit 41 Unternehmen. Partner der Veranstaltung war der Verein Lignum Holzwirtschaft Schweiz. ce/as