(CONNECT) Die Stadt Biel will eine Vorreiterrolle beim Ausbau von Solarenergie einnehmen. Dazu sollen auf städtischen Liegenschaften verstärkt Photovoltaikanlagen installiert werden. In einem vom Gemeinderat verabschiedeten Aktionsplan Photovoltaik werden Ausgangslage und Entscheidungskriterien für die Umsetzung definiert. Auf diese Weise kann die Stadt bereits bei der Investitionsplanung „systematisch prüfen, ob Gebäude sich für Photovoltaikanlagen eignen“, erläutert die Stadtverwaltung in einer entsprechenden Mitteilung.
Für eine Reihe sinnvoller Projekte sind vom Gemeinderat bereits Kredite gesprochen beziehungsweise beim Stadtrat beantragt worden. So sollen auf den Dächern von fünf Kindergärten, einem Schulhaus, einer Kita und der Sporthalle Esplanade kleinere Solaranlagen installiert werden. Das Investitionsvolumen von insgesamt 1 Million Franken hat der Gemeinderat bereits gesprochen. Weitere 2,23 Millionen Franken sind beim Stadtrat beantragt. Sie sollen in die Installation von drei grossen Solaranlagen auf dem Schulhaus Champagne, dem Werkhof und dem Recyclinghof fliessen.
Eine Rolle für die Entscheidung, verstärkt auf den Solarausbau zu setzen, hat das neue nationale Stromgesetz gespielt. Es sieht die Einführung von lokalen Elektrizitätsgemeinschaften und von virtuellen Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch vor. Dadurch ist es möglich geworden, den auf städtischen Gebäuden produzierten Solarstrom in grösserem Umfang selbst zu nutzen, schreibt die Stadtverwaltung. Sie erwartet, dass sich insbesondere die Investitionen in die drei grossen Solaranlagen durch die veränderten Rahmenbedingungen langfristig rechnen. ce/hs
