(CONNECT) Die letzte Tagung des ESA-Rats auf Delegiertenebene unter dem dreijährigen Vorsitz von Renato Krpoun, dem Leiter der Abteilung Raumfahrt im Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, fand am 18. und 19. März 2026 in Interlaken statt. Josef Aschbacher, der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), dankte laut einer Mitteilung der ESA zu Beginn im Namen der ESA-Mitgliedstaaten der Schweizer Delegation und dem Ratsvorsitzenden Krpoun für die Ausrichtung dieser Tagung und für die langjährige Unterstützung der Agentur durch die Schweiz.
Am 1. Juli geht der Vorsitz dieses Rats, der mehrmals im Jahr tagt, an den Leiter der spanischen Delegation, Juan Carlos Cortés Pulido, über. Die Britin Carole Mundell bleibt für eine zweite vierjährige Amtszeit Direktorin für Wissenschaft und der Deutsche Dietmar Pilz Direktor für Technologie, Engineering und Qualität.
Der Rat erörterte wichtige strategische Prioritäten der ESA, darunter die Umsetzung der Beschlüsse, die während der einmal pro Jahr stattfindenden Ratstagung auf Ministerebene (CM25) im November 2025 gefasst wurden, sowie die nächsten Schritte zur Stärkung der europäischen Weltraumprogramme. So soll etwa die Nutzung der Internationalen Raumstation (ISS) in den verbleibenden Jahren maximiert werden. Ausserdem genehmigte der Rat die Teilnahme Kanadas an vier ESA-Programmen. Sie betreffen unter anderem die Kommerzialisierung und Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Raumfahrtsektors und die Widerstandskraft Europas durch Erdbeobachtung.
Um die Weltraumsicherheit zu erhöhen, wurde auch Unterbringung und Betrieb des FlyEye-2-Teleskops der ESA am chilenischen Las-Campanas-Observatorium beschlossen. Schliesslich diskutierten die Delegierten auch den Stand der Gesetzgebungsarbeiten in der EU zum vorgeschlagenen Europäischen Wettbewerbsfonds und zum vorgeschlagenen EU-Weltraumgesetz. In diesem Zusammenhang bekräftigte die ESA ihre Bereitschaft, für das EU-Weltraumprogramm als Agentur für Technik und Systementwicklung zu fungieren und setzt sich gleichzeitig für die Inklusion aller EU- und ESA-Mitgliedstaaten ein. ce/mm
