(CONNECT) CHEOPS, die gemeinsame Weltraummission der ESA und der Schweiz, unter der Leitung der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Genf, wurde laut einer Mitteilung bis 2029 verlängert. Die Ende 2019 im europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana gestartete Mission erforscht ausserhalb unseres Sonnensystems liegende Planeten – sogenannte Exoplaneten. Die Mission wurde bereits 2023 um drei Jahre verlängert und stärkt durch die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Industriepartnern und der ESA den Forschungs- und Technologiestandort Schweiz nachhaltig.
„Die Präzision von CHEOPS hat alle Erwartungen übertroffen, und das Weltraumteleskop ist zu einer wichtigen Schlüsselkomponente im Arsenal der Exoplanetenforschung für Astronominnen und Astronomen in Europa und weltweit geworden“, erklärt Christopher Broeg, Hauptverantwortlicher der CHEOPS-Mission und Leiter des CHEOPS-Konsortiums vom Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern, in der Mitteilung.
Die Mission umfasst ein Konsortium mit über hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Ingenieurinnen und Ingenieuren aus elf europäischen Nationen. Der Satellit wurde über fünf Jahre an der Universität Bern gebaut und verfügt über ein wissenschaftliches Operationszentrum am Departement für Astronomie der Universität Genf.
Im Rahmen der Weltraummission konnte unter anderem ein neuer Planet und der Stern LHS 1903 entdeckt werden. Zudem konnte erstmals die Verformung eines Exoplaneten nachgewiesen werden. Mit der Verlängerung der Mission sollen nun langfristige Beobachtungsprogramme fortgesetzt werden, um neue Planetensysteme detailliert zu untersuchen und seltene Langzeitphänomene zu beobachten.
Die Mission zeichnet sich zudem durch enge Verzahnungen mit anderen Weltraummissionen wie dem James Webb Space Telescope (JWST) aus, wodurch Synergien optimal genutzt werden können. Die Verlängerung ermöglicht ausserdem die Erprobung neuer, innovativer Beobachtungsmethoden und Techniken, so die Mitteilung. ce/nta
