Im Rahmen der kostenlosen be-smarter Eventreihe beleuchten Expert*innen aus den unterschiedlichsten Bereichen zentrale Themen rund um das Unternehmertum, um (Jung-)Unternehmer*innen auf ihrem Weg zu unterstützen. Die wichtigsten Tipps aus dem Online-Event rund ums Thema Crowdlending und Bankenfinanzierungen für Jungunternehmen mit Rafael Borter und Fabio Hostettler fassen wir hier zusammen.
Finanzierungsmöglichkeiten für Jungunternehmen
Die Möglichkeiten für Jungunternehmen, um ihre Finanzierung zu sichern, lassen sich grob in vier Kategorien einteilen:
- Kredit: Bankkredit (Bsp. BEKB) oder Crowdlending (Bsp. neocredit.ch)
- Anteile abgeben: Business Angels (Bsp. Aare Ventures), Crowdinvesting (Bsp. daura), Venture Capital (Bsp. Serpentine Ventures)
- Anteile behalten: Familie, Freunde, Crowdsupporting (Bsp. Crowdify)
- Förderung: Staatliches Programm (Bsp. Innosuisse), Stiftungen (Bsp. STI), Wettbewerbe (Bsp. Stage Up)
In diesem Text fokussieren wir uns auf den Bankenkredite und das Crowdlending.
Ein Bankkredit als Finanzierungslösung für mein Unternehmen
Um einen Bankkredit zu erhalten, muss die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens erkennbar und spezifizierbar sein. Ein solider Businessplan, ein aussagekräftiges Pitch-Deck oder ein transparenter Finanzplan dienen dabei als Grundlage für die Bank. Die genaue Vorgehensweise ist stets individuell. Bei der BEKB beispielsweise beträgt die Laufzeit zwischen 0-7 Jahren, darf der Anteil an Fremdkapital in der Regel maximal 50% sein und beläuft sich der Zinssatz auf 4-9% p.a.
Dabei gilt es, zwischen drei Finanzierungen zu unterscheiden:
- Betriebskredit: Dieser finanziert das Umlaufvermögen und sorgt für Liquidität und Flexibiltät. Kosten fallen nur bei der Beanspruchung an.
- Investitionsfinanzierung: Diese finanziert das Anlagevermögen wie zum Beispiel eine Maschine mit gewisser Laufzeit, sorgt für Flexibilität und besitzt fixe Zins- und Amortisationszahlungen.
- Brückenfinanzierung: Diese sorgt für eine Vor- oder Zwischenfinanzierung.
Crowdlending ist schnell und unkompliziert
Beim Crowdlending sind Private und Institutionen die Geldgeber*innen. Zusammen verleihen sie Unternehmen einen Kredit, auf welchen das Unternehmen Zinsen bezahlt und den Kredit später zurückzahlt. Eine einfache und schnelle Möglichkeit, um eine Crowd für ein Projekt zu begeistern und die benötigte Finanzierung zu erhalten, bietet die Online-Plattform neocredit.ch.
Ein Antrag ist in zwei Minuten erstellt und du erhältst innert 48h einen Entscheid, ob dein Projekt als unterstützungswürdig eingestuft wird. Ist dies der Fall, übernimmt die BEKB mindestens 25% des Kredits und über neocredit.ch werden zusätzliche Geldgeber*innen für den Rest gesucht. In einer Woche weisst du, ob dein Projekt die benötigte Finanzierung erhält. Die Zeit zwischen Anmeldung und Geldüberweisung beträgt rund zwei Wochen.
Die Plattform unterstützt Unternehmen bis zwei Jahre nach der Gründung und kategorisiert ihre Unterstützung in zwei Bereiche:
- Startups:
- 0-12 Monate alt
- Kreditsumme bis 20'000 CHF
- keine offenen und erledigten Betreibungen
- Bonitätsprüfung durch neocredit.ch
- Zinssatz 4,5%
- Auszahlungskommission 2%
- Verwaltungsgebühr 1%
- Jungunternehmen:
- 12-24 Monate alt
- Kreditsumme bis 99'000 CHF
- keine offenen und erledigten Betreibungen
- Bonitätsprüfung durch neocredit.ch
- Positiver Kontosaldo per Jahresabschluss
- Zinssatz +/- 7,5%
- Auszahlungskommission 2%
- Verwaltungsgebühr 1%
Ist weder eine Bankenfinanzierung noch ein Crowdlending für dich eine Option, gibt es die Möglichkeit, über Investor*innen die benötigte Finanzierung zu erhalten. Hierbei unterstützt dich beispielsweise die Online-Plattform honestmonday.ch.
Sie hilft dir einerseits, einen professionellen Businessplan zu erstellen und unterstützt dich andererseits, die passenden Investor*innen zu finden.