Jeannette Morath - Ein ausgeklügeltes Mehrweg-System das überzeugt

Jeannette Morath, Founder + CEO reCIRCLE AG
Jeannette Morath + ihr Team der reCIRCLE AG
Produktpalette der reCIRCLE AG

Jeannette Morath - Ein ausgeklügeltes Mehrweg-System das überzeugt

FondateursInspiration

Jeannette Morath und ihr Team von reCIRCLE setzen sich für den mehrmaligen Gebrauch von Takeaway-Geschirr ein und haben dazu eine ganze Kollektion von Boxen, Bechern, Besteck und neuestens auch eine Pizza-Box kreiert. Dank ihrer lösungsorientierten Herangehensweise und der überzeugenden Produkten zählt das Unternehmen in der Schweiz bereits 1800 Restaurants zum Mehrweg-Netzwerk.

 

Hör dir die inspirierende Podcast-Episode mit Jeannette Morath von reCIRCLE an:

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Als 20-Jährige ist Jeannette Morath Reiseleiterin auf Korsika und organisiert zahlreiche Beachpartys. Die hinterlassenen Abfallberge, welche sie am darauffolgenden Tag jeweils sieht, öffnen ihr die Augen im Bezug auf das weltweite Problem des vielen Plastiks. Für sie ist klar, dass dieses Problem angegangen und gelöst werden muss. Das ausgerechnet sie sich diesem Problem beruflich annehmen wird, hat sie ihrer Stelle bei der Stadt Bern, viele Jahre später, zu verdanken.

Im Bereich Entsorgung und Recycling berät sie Catering-Anbieter für die Verwendung von Mehrwegverpackungen bei Anlässen auf öffentlichem Grund und merkt, dass es für viele eine Umgewöhnung ist. Sie ist jedoch überzeugt, dass es bald zur Normalität werden würde. Um auch Restaurants mit Takeaway-Angebot für Mehrweglösungen zu gewinnen, verlässt Jeannette die Stadt Bern. Sie startet das Pilotprojekt "Grüne Tatze" und erhält für die Umsetzung Unterstützung vom Bundesamt für Umwelt.

 

reCIRCLE als Streberin der Branche

Um das Pilotprojekt wissenschaftlich mit einer Machbarkeitsanalyse zu begleiten, startet sie daneben die Masterausbildung in Umwelttechnik und -Management. Das Resultat ist eindeutig: Die Akzeptanz der Restaurants, der Gesellschaft und der Politik für die Verwendung von Mehrwegprodukten ist da. Doch bis zum offiziellen Launch von reCIRCLE muss die Box noch langlebiger ausgestaltet und die Finanzierung sichergestellt werden.

Auf dem Weg zur heutigen Box tüftelt das Team an unterschiedlichsten Materialien und versucht auch auf kommunikativer Ebene diverse Ansätze aus. Heute richtet sich die ganze Kommunikation des Unternehmens auf den gewünschten Zielzustand aus, um Gewohnheitsveränderungen bei den Menschen herbeizuführen. Was dabei besonders gut funktioniert: Greift die Person vor mir zur reCIRCLE-Box, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass auch ich dies tue.

Oberste Priorität bei allen Handlungen von reCIRCLE hat die Ökologie. Das Unternehmen befasst sich akribisch mit allen Akteuren in der Verpackungsindustrie und verfolgt die Weiterentwicklungen der Konkurrenz-Produkte fortlaufend. Sollte sich beispielsweise herausstellen, dass Einwegverpackungen im Vergleich zu Mehrweg-Produkten plötzlich ökologischer abschneiden, würden sie die eigene Lösung überdenken. Dies ist bei mehrmaligem Gebrauch einer reCIRCLE-Box momentan nicht der Fall: Selbst bei der ökologischen Einwegverpackung von laminiertem Papier schneidet die Box nach spätestens 25 Nutzungen besser ab.

 

Gewinn für Restaurants, Endnutzer*in und Umwelt

Auch das Geschäftsmodell richtet sich ganz nach der Nachhaltigkeit, um den Wechsel von Einweg- zu Mehrwegverpackungen für die Restaurants möglichst einfach zu gestalten: Je öfter das reCIRCLE-System genutzt wird, desto lukrativer ist es für das Restaurant. Die monatliche Flatrate sorgt dafür, dass es bereits ab zehn Nutzungen pro Tag günstiger ist als die Verwendung von Einweggeschirr.

Als Endkund*in ist die Entscheidung genauso einfach: Ich bestelle beim Restaurant mein Essen in einer reCIRCLE-Box und bezahle 10.- extra. Nach dem Essen retourniere ich die reCIRCLE-Box ungewaschen bei einem der teilnehmenden Restaurants und erhalte die 10.- zurück. Ich kann die Box auch behalten und für die nächste Mahlzeit wiederverwenden. Egal, wie ich es handhabe, das schlechte Gefühl am Ende einer Mahlzeit auf den Einwegverpackungs-Abfallberg gehört der Vergangenheit an.

 

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Im be-inspired Podcast erzählen Unternehmer*innen im Gespräch mit Christian Lundsgaard-Hansen von Sparkr aus ihrem anspruchsvollen Alltag, verraten, wie sie mit schwierigen Herausforderungen umgehen und zeigen auf, wie sie dank innovativen Lösungsansätzen ihre Unternehmen neu ausrichten und weiterentwickeln.
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