(CONNECT) Tomyra AI ist im Oktober 2026 als neue Ausgliederung der Berner Fachhochschule gegründet worden, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das Start-up der vier Gründerinnen und Gründer stellt Organisationen mit vertraulichen Daten eine massgeschneiderte Künstliche Intelligenz (KI) zur Verfügung, die nicht auf dieselben grossen Sprachmodelle zurückgreift wie auch andere Anwendungen in grosser Zahl.
Stattdessen betreibt das Unternehmen kleine, aufgabenspezifische Sprachmodelle so effizient, dass sie auf Standard-Hardware laufen, also auf einem Server in einem Schweizer Rechenzentrum, auf dem eigenen Server der jeweiligen Organisation oder auf einem kompakten Gerät im Büro. Die isolierte KI-Umgebung wird zunächst mit dem befüllt, was in der jeweiligen Branche zählt: Fachdokumente, Vorlagen, Begriffe, Abläufe. Dann kommen die individuellen Unterlagen dazu.
Danach werden die Assistenten gebaut: einer für Berichte, einer für Korrespondenz, einer für die Recherche in den eigenen Akten, mit den spezifischen Begriffen und Vorlagen. Daraus resultieren den Angaben zufolge echte persönliche Assistenten statt eines generischen Chats.
„Organisationen mit vertraulichen Daten sollen KI nicht meiden müssen – sie brauchen eine KI, die zu ihren Pflichten passt“, wird Mitgründerin und CEO Dr. Mascha Kurpicz-Briki zitiert. „Unsere Forschung zeigt, dass kleine Modelle für die konkreten Aufgaben einer Organisation oft genügen“, so die Professorin für Informatik an der Berner Fachhochschule und Fachfrau für Data Engineering. „Dann kann die KI zu den Daten kommen, statt die Daten zur KI.“ ce/mm