Zahlreiche Firmen im Raum Thun-Oberland wollen wieder mehr investieren

Zahlreiche Firmen im Raum Thun-Oberland wollen wieder mehr investieren

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Thun BE - Viele Firmen im Raum Thun-Oberland beurteilen ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut. Die Rahmenbedingungen werden aber schwieriger. Das zeigt eine Umfrage von Wirtschaft Thun Oberland. Besonders betroffen sind der Tourismus und der tourismusnahe Bereich.

(CONNECT) Die Unternehmen im Raum Thun-Oberland erweisen sich als robust. Das zeigt eine Umfrage von Wirtschaft Thun Oberland. Viele Firmen beurteilen laut einer Mitteilung ihre eigene Geschäftslage als gut bis sehr gut. Dennoch nehmen die Belastungen zu. Dazu gehören der Fachkräftemangel, komplexe Regulierungen und steigende Abgaben ebenso wie Cyberrisiken und geopolitische Unsicherheiten.

Besonders betroffen sind der Tourismus und die tourismusnahen Bereiche. Sie sehen sich mit einem Mangel an Fachkräften, steigenden Kosten und Tourismusabgaben, schwankenden Gästeaufkommen und niedrigen Margen konfrontiert. Das Bau- und Baunebengewerbe berichtet zwar von einer stabilen Geschäftslage, hat sich aber ebenfalls mit Fachkräftemangel und niedrigen Margen auseinanderzusetzen. Zudem ist die Regulierung komplex und Verfahren sind langwierig.

Die Industrie ist stark von den geopolitischen und handelspolitischen Unsicherheiten betroffen. Auch der starke Franken wird als Risiko wahrgenommen.

Das Gesundheitswesen wiederum sieht sich einer starken Regulierung und Fragen des Zugangs zu Fachkräften ausgesetzt.

Die Investitionsbereitschaft dagegen bleibt hoch. Ein bedeutender Teil der Unternehmen plane sogar eine Erhöhung ihrer Investitionen, heisst es in der Mitteilung. „Das zeigt: Die Unternehmen glauben an den Standort Thun-Berner Oberland.“

Carlos Reinhard sieht darin ein starkes Zeichen. Aber er warnt auch vor dem wachsenden Druck. „Viele Probleme entstehen nicht im Betrieb, sondern durch äussere Faktoren – durch Regulierung, Abgaben, Unsicherheit, Fachkräftemangel und politische Rahmenbedingungen“, wird der Präsident von Wirtschaft Thun Oberland in der Mitteilung zitiert. „Wer Arbeitsplätze, Lehrstellen und Investitionen in der Region halten will, muss die Unternehmen entlasten statt zusätzlich belasten.“ ce/ug